Warum die meisten Knoten entstehen
Ein Knoten oder eine Schwellung am Hals ist häufig, und die meisten sind harmlos. Die übliche Ursache ist ein geschwollener Lymphknoten: Die Lymphknoten an den Halsseiten schwellen an, während der Körper eine Infektion wie eine Erkältung, eine Mandelentzündung oder eine Ohren- oder Halsentzündung bekämpft, und sie klingen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab. Ein Knoten an der Vorderseite des Halses kann von der Schilddrüse ausgehen. Seltener ist ein Knoten, der nicht verschwindet, ein Zeichen für etwas, das behandelt werden muss; deshalb wird ein Knoten, der bleibt, untersucht.
Wann ein Knoten untersucht werden sollte
Ein Knoten am Hals sollte ärztlich untersucht werden, wenn er
- nach zwei Wochen noch vorhanden ist;
- größer wird;
- sich hart anfühlt oder sich beim Drücken nicht verschieben lässt;
- ohne andere Zeichen einer Erkrankung oder Infektion auftritt;
- direkt über oder unter dem Schlüsselbein sitzt;
- mit Nachtschweiß oder anhaltend hohem Fieber einhergeht.
Auch ein Knoten zusammen mit einer Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, einer wunden Stelle im Mund, die nicht heilt, oder Schluckbeschwerden sollte untersucht werden. Diese Zeichen sind häufig und haben meist eine andere Ursache; sie sind ein Grund für eine Untersuchung, keine Diagnose.
Was die Untersuchung umfasst
Die Ärztin oder der Arzt fragt, seit wann der Knoten besteht, und untersucht Hals, Mund und Rachen. In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde können Rachen und Kehlkopf mit einem dünnen Endoskop betrachtet werden, das durch die Nase eingeführt wird. Ist die Ursache nicht klar, ist ein Ultraschall des Halses meist die erste Untersuchung; mit einer feinen Nadel kann eine Zellprobe aus dem Knoten entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Weitere Bildgebung wird nur veranlasst, wenn sie nötig ist.
Nach dem Ergebnis
Die meisten Knoten erfordern keine Operation: Eine Infektion wird behandelt, oder der Knoten wird beobachtet, bis die Schwellung zurückgeht. Muss ein Knoten entfernt werden oder erweist er sich als Tumor, richtet sich die Behandlung danach, worum es sich handelt und wo er sitzt.
Dieser Artikel informiert allgemein; er ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.